Anima exhibition

1. MAI – 1. JUNI 2019 – Ausstellungseröffnung: 1. Mai 2019, 19.00 Uhr

ANIMA BERLIN 2019

Michael Kain (DE) Malerei,  Eeva Honkanen (FIN) ZeichnungSimone Zewnik (DE) Skulptur,  
Henry Stöcker (DE) SkulpturParul Modha (DK) Skulptur und Stickerei

 

Trotz ihrer unterschiedlichen künstlerischen Wurzeln haben die fünf Künstler die gleiche Absicht in der Anima-Ausstellung: Sie transformieren leblose Materialien und geben ihnen Leben und eine neue Identität.

Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen mit jeweils eigenem künstlerischen Ausdruck beabsichtigen den Betrachter mental zu beeinflussen und laden das Publikum dazu ein, über die Perspektive des Künstlers auf die Welt und das Mensch sein nachzudenken Die vorgestellten Arbeiten haben alle einen Bezug zu dem Konzept von Anima und erforschen ganz offensichtlich das Unterbewusstsein des Menschen.

Wenn Kunstliebhaber die seltene Gelegenheit haben, einen Künstler in ihrem Studio zu besuchen, wird der Ort oft als chaotisch und unüberschaubar empfunden. Zwischen Werkzeugen und Materialien – Hammer und Hecht, Pinsel und Bleistift, Metall und Farbe – herrscht Anarchie. Bis es eine fast gottähnliche Inspiration gibt und ein wachsamer Blick auf das neu geschaffene KunstWerk, in dem der Künstler seine Ideen verwirklicht.

Auf diese Weise betrachten wir den Künstler als einen vom klassischen griechischen Philosophen Platon definierten Schöpfer als denjenigen, der die materielle Welt erschafft und gestaltet. Unsere fünf Künstler übernehmen diese Rolle auf unterschiedliche Weise: Zewnik (DE) stellt mit ihren figurativen Schweinsleder-Skulpturen diese Seele jenseits des Fleisches in Frage; Honkanen (FI) animiert die Phantasie in ihren monochromen Kunstwerken mit Fantasmen und mythischen Elementen; Modha (DK) hinterfragt in ihren Collagen und Zeichnungen mit Alltagsgegenständen ihre Zugehörigkeit, und schafft eine Verbindung zu ihren frühen Erinnerungen; Stöcker (DE) spielt mit abstrakten Molekülen und Primärstrukturen in seinen Skulpturen, mit denen er die Herausforderungen des Lebens stimmungsvoll beschreibt; Kain’s (DE) bunte Pinselstriche erzeugen in seinen Bildern intensive und lebendige Texturen, fast vergleichbar mit der Farbexplosion der Natur, wenn sich der Frühling nähert.

In diesen Arbeiten reflektieren die Künstler über das wahre innere Selbst. Anima scheint auch mit simpel anmutenden Materialien ihren aussagekräftigen künstlerischen Ausdruck und Inhalt zu finden.

_______________

Michael Kain (DE)

Michael Kain (DE) transformiert unzählige Schichten von Farben in abstrakte, oft große Malereien und kreiert eine mehrdimensionale Illusion beim Betrachter. Neben Gemälden entstehen sensible, minimalistische Papierarbeiten. Kain malt Werke, die eine beeindruckende Ehrlichkeit in der Beziehung zwischen Farbe und Leinwand aufweisen, und mit modernistischen Werten von reiner Malerei korrespondieren.

_______________

Parul Modha (DK)

In Parul Modhas Zeichnungen und Skulpturen werden Objekte des Alltags, wie Nähnadeln, Knöpfe und Landkarten, transformiert und neu integriert. Kindliche Erinnerungen werden in Fingerhüten und mit Nadel und Faden gesammelt. Es entsteht eine spielerische Verbindung zwischen Vergangenheit und eigener Geschichte.

_______________

Simone Zewnik (DE)

Die Skulpturen der deutschen Künstlerin Simone Zewnik sind aus Schweinehaut hergestellt und beschäftigen sich mit der Essenz des Menschseins. Sie sind wie wir Seelen gehüllt in Haut und Stoff und hinterfragen so die verschiedensten Rollen des Individuums.

________________

Eeva Honkanen (FI)

Inspiriert von Comicbüchern und Cartoons aus ihrer Kindheit balanciert Eeva Honkanen (FI) im Grenzland zwischen Illustration und Zeichnung. Ihre Arbeiten zeigen ein fantastisches Inferno von Figuren und Fantasietieren – ein humoristisches Spiel von grotesk bis wunderschön voller beeindruckender Details.

_______________

Henry Stöcker (DE)

Als Bildhauer und ausgebildeter Biologe nehmen die Skulpturen von Henry Stöcker (DE) oft ihren Ausgangspunkt im Dialog zwischen organischer Form und deren künstlerischer Übersetzung und lassen uns, im Glauben etwas wiederzuerkennen, unentwegt suchen.