Kommende Ausstellung Berlin

This image has an empty alt attribute; its file name is banner.jpg

Fresh Legs Berlin 2019 in Zusammenarbeit mit der INSELGALERIE Berlin

Galleri Heike Arndt DK – Eröffnung: 5. Juni 2019, 19 Uhr
Laufzeit: 5. Juni bis 31. August 2019

INSELGALERIE Berlin – Eröffnung: 6. Juni 2019, 19 Uhr
Laufzeit: 6. Juni bis 2. August 2019

Marilina Marchica (IT), Ninni Korkalo (FI), Dana Taylor (IL), Leonor Ruiz Dubrovin (ES), Lia Kimura (PL), Alica Khaet (DE), Alexandra Slava (UA), Barbara Illmer (DE), Carmen Arrabal (ES), Bojan Hocevar (DE), Onni Takkinen (FI), Mathieu Menard (FR), Helena Mark (FI), Caroline Weinert (DE), Iveta Tomanová (SK), Teresa Casanueva (DE), Enrico Zecchini (DE), Danny Frede (DE), Marko Kusmuk (BA), Ralf Haynen (NL), Klaus Hochhaus (DE), Ricardo Meyer (DE), Casper Johansson (SE)

Unter dem Titel FRESH LEGS schreibt die Galleri Heike Arndt DK jährlich weltweit einen Open Call in den Sparten Malerei, Zeichnung, Streetart, Foto, Video und verwandter Bereiche aus. Erstmalig in diesem Jahr ist die INSELGALERIE Berlin Partnerin der Ausschreibung. Diese Kooperation sichert eine noch größere Spannweite künstlerischer Positionen als in den Jahren zuvor. Die INSELGALERIE Berlin wird ihrem Profil entsprechend ausschließlich Werke von Künstlerinnen zeigen und eröffnet somit einen weiteren, spannenden Blickwinkel.

Insgesamt 50 ausgewählte Künstler*innen äußern sich in beiden Galerien zu den Herausforderungen unserer Zeit und den daraus neu resultierenden Fragen nach Menschlichkeit. Die Werke richten sich an ein breites Publikum und geben Platz für Nachdenklichkeit und Inspiration, können aber auch beunruhigen und überraschen.

Caroline Weinert (DE)

Weinert montiert Flüchtlinge auf eine altmodische Spieldose, deren Wiegenlied als Metapher für Geborgenheit und Frieden steht. Die Darstellung von Flüchtlingen – ein einem oft alltäglichen, gefährlichen Unterfangen, das den problematischen Zustand der Menschheit zeigt.

Iveta Tomanová (SK)

Die figurativen Skulpturen von Tomanová sind meist völlig absorbiert von elektronischen Geräten wie dem Mobiltelefon, was sie daran hindert, wirklich miteinander zu interagieren. Die Geräte werden zur Quelle von Einsamkeit und Distanz.

Teresa Casanueva (DE)

In Zeichnungen fantastischer Architekturen stellt Casanueva eine neuartige Sicht auf Biologisch-Körperliches wie Dinghaftes und Gebautes vor. Durchbrochene Linien, als Koordinaten eines kartesianischen Raums, bilden fiktive Räume in die Bildtiefe.

Helena Mark (FI)

Mit verspielten Keramikarbeiten in einem animierten Stil baut Mark eine Fantasiewelt aus organischen Formen und Figuren in Anlehnung an die Street Art Fashion. Dieses sorglose Puzzlespiel lädt ein, in ihre Welt und zurück in die Kindheit zu reisen.

Danny Frede (DE)

Zur Darstellung lebloser Tierkörper greift Frede auf Renaissance-Ästhetik zurück, um ungeschönt die Brutalität, mit kruden grafischen Mitteln, zu zeigen. Durch die strittig-klassische Ausführung sind die Werke ansprechend und zugleich beunruhigend.

Ninni Korkalo (FI)

Korkalos Video thematisiert den Neid. Neben ihren eigenen Geschichten präsentieren in Interviews mehrere Menschen unterschiedliche Meinungen. Verweise auf Schneewittchen symbolisieren Freundlichkeit und regen den Betrachter an, über die Bedeutung von Glück nachzudenken.

Marko Kusmuk (BA)

Kusmuk aquarelliert Porträts gehörloser Personen, die in einer bichromen Welt gefangen sind. Bilder von Gebärden der Hände zeigen ihre einzigen Mittel, sich mit der eindringenden Außenwelt zu verständigen, während sie ein buntes, aktives Universum in sich tragen.

Ralf Heynen (NL)

Heynen’s Gemälde zeigen Frauen in einem nachdenklichen, kontemplativen Zustand, während sie unbekümmert. Waffen wie eine Einkaufstasche über der Schulter tragen. Waf-fen in solch ungewöhnlichem Kontext erscheinen harmlos und nicht kriegerisch.

Klaus Hochhaus (DE)

Unter Blitzen und Sonnenuntergängen entzündet sich in Hochhaus’ Werken über Mensch und Landschaft ein kontrastreiches Farbgewitter. In klassischen Gemälden setzt der Maler alltägliche Motive mit dynamischem, unruhigem Pinselstrich neu und expressiv um.

Ricardo Meyer (DE)

Meyers mehrschichtige, einfarbige Schuhsohlenabdrücke von Insekten stehen bildhaft für das gestörte Verhältnis von Mensch und Natur. Diese Bilder apellieren an den Betrachter, über eigenen Handlungsbedarf nachzudenken.

Casper Johansson (SE)

In Johanssons Waldlandschaften, ausgeführt als Tintenwaschzeichnungen, leben Meeressäuger und schwebende Objekte. Diese fehlplatzierten und desorientierten Figuren, versammelt auf engstem Raum, kommentieren die gestörte Beziehung zwischen Menschheit und Natur.

Bojan Hocevar (DE)

Der Sarkasmus und die Widersprüchlichkeiten in Hocevars Werken fordern heraus – unheimliche und surreale Details zerschneiden eine undefinierte Wirklichkeit. Der Künstler kontert soziokulturelle Positionen und speist dunkle Ironie in eine helle, verblassende Welt ein.

Alexandra Slava (UA)

Slavas klassische Bronzeskulptur vermittelt schmerzhafte menschliche Emotionen. Die Figur beruht auf der Idee, sich dem inneren Selbst in prekären Lebenssituationen zu stellen. Der Kontrast von Schmerz zur ästhetischen Erscheinung erzeugt im Betrachter ein Unbehagen.

Alica Khaet (DE)

Stille Trauer in leeren Booten: die Zeichnungen von Khaet erzählen persönliche Geschichten, wobei ihr Cartoon-Stil die Härten des Lebens als Migrantin zu mildern sucht. Ihre kindlichen Personen sind Wanderer durch eine Welt voll Dunkelheit und Melancholie.

Marilina Marchica (IT)

Marchica malt minimalistische Landschaftsbilder in sanften Schwarz-Weiß-Tönen. Diese Nichtfarben ordnen Chaos und Entropie und werden so zu Spiegeln, in denen der Betrachter Inspiration finden kann.

Dana Taylor (IL)

Taylor thematisiert einen prekären Bereich unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit: die Obdachlosigkeit. Ihre Aufnahmen stellen Fragen nach der Würde wohnungsloser Menschen und nach unserer sozialen Verantwortung.

Leonor Ruiz Dubrovin (ES)

Die Gemälde von Dubrovin zeigen anonyme Frauen. Durch den fast gewaltsamen Gebrauch des Spachtels und der dünnen Pinselstrich-
Technik hinterlässt sie den Betrachter unbehaglich und sich wundern, warum sich die Figuren verstecken und nicht erkannt werden wollen.

Lia Kimura (PL)

Kimura erlebt Alltägliches stark emotional und beeindruckend und setzt dies in eigenen inneren Landschaften ins Bild. Darin gehen mit Tätigkeiten befasste Menschen fast eine Symbiose mit dem dunklen Bildraum ein, in dem sie ganz bei sich sind und dem Betrachter eine Identifikation mit ihnen ermöglichen.

Enrico Zecchini (DE)

Zecchini interessiert das Konzept von Entelechie: Formwerdung eines Objekts, das plötzlich seine eigentliche, wesenhafte Gestalt annimmt. Dieser Vorgang wird durch Gegensätzlichkeit von monochromatischem Hintergrund und Farbtropfen zusammengefasst.

Barbara Illmer (DE)

Illmers Objekte sind durch Strukturen der Natur inspiriert. Indem sie Röhren und Oberflächen aus Papier multipliziert und Signalrot färbt, visualisiert sie biologische Einheiten und rührt an die Ursprünge und existentielle Sinngebung des Lebens.

Carmen Arrabal (ES)

Arrabal baut Szenerien, die historische Ereignisse einbeziehen und Fragen zur Sexualität aufwerfen. Ihre Installationen regen einerseits zur Rückkehr in die Kindheit an, während andererseits Verweise auf Kriegsführung, Geschlecht und brisante Themen den Betrachter in einen Zustand wechselnder Emotionen versetzen.

Onni Takkinen (FI)

Takkinen arbeitet mit Holzkohle und Acrylfarbe auf Leinwand, um die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt zu untersuchen. Er nimmt den Betrachter mit auf die Reise in seine abstrakten Landschaften, damit dieser sich darin verliert.

Mathieu Menard (FR)

Après la Dschungel: ist der kraftvolle Titel von Menards dokumentarischen Fotografien. Wegen der unmenschlichen Bedingungen trugen diese ehemaligen Flüchtlingslager den Schimpfnamen “Dschungel”. Heute demontiert, hat die chaotische Existenz dieser Migranten das Gedächtnis der Gesellschaft geprägt.