Kommende Ausstellung Berlin

Fresh Legs Open Call 2017  vom 7. Jui
Galleri Heike Arndt DK Berlin zeigt die Ausstellung  „Fresh Legs Open Call 2017“ !

Malerei    Zeichnung    Video  Mischtechnik    Skulptur

Albrecht Wild (DE), Amanda Karlsson (SE), Anja Seidel (DE), Anastasia Savinova (SE), Anna M. Kempe (DE), Chung (KR), Parul Modha (DK), Elham Rahmati (IR), Chloe Grove (GB), Paule Ducourtial (FR), Doménico CV Talarico (IT), Jean-Baptiste Monnin (FR), Mady Piesold (DE), Marco Mercati (IT), Sidney Mullis (USA), Raquel Algaba (ES), Katalin Kortmann (HU), Christina Tzani (GR), Lutz Hellmuth (DE), Andrea Riba (DE/CL

Ausstellungseröffnung in Berlin, am 7.Juni um 19 Uhr

Die teilnehmenden Künstler bei Fresh Legs 2017 sind:


Paule Ducourtial (FR)

Raquel Algaba (ES)


Chung (KR)

Anastasia Savinova (SE)

Albrecht Wild (DE)

Katalin Kortmann (HU)

Anna M. Kempe (DE)

Sidney Mullis (USA)

Marco Mercati (IT)

Doménico CV Talarico (IT)

Anja Seidel (DE) 

Andrea Riba (DE/CL)]

Chloe Grove (GB)

Jean-Baptiste Monnin (FR)

Elham Rahmati (IR)

Christina Tzani (GR)

Maidy Piesold (DE)

Lutz Hellmuth (DE)

Parul Modha (DK)

Amanda Karlsson (SE)

Mit grosser Freude und Stolz präsentiert Galleri Heike Arndt DK unsere hoch interessante jährliche Fresh Legs Open Call Ausstellung 2017. 20 talentvolle, internationale Künstler mit ihren jeweils besonderem Ausdruck und einzigartigem Stil werden hier dem Publikum vorgestellt. Die zentralen Themen sind die Poträtierung der unterschiedlichsten Aspekte unseres Lebens sowie die kritische Auseinandersetzung mit Gesellschaftsfragen, interpretiert und geprägt durch den individuellen Ausdruck der Künstler. Fresh Legs stellt Street art-geprägte Werke, scharfsinnige und berührende Zeichnungen, herausfordernde Installationen mit gesellschaftskritischen Kommentaren und oft mit einem Hauch von Humor vor. Eine interessante und faszinierende Gruppenausstellung, die von Farben und satter Ironi strahlt, von Bewegung zittert und Platz für Nachdenklichkeit einräumt.

Fresh Legs bestrebt sich darauf, noch unentdeckte Künstler zu promovieren – oft noch ungeschliffene Diamanten  – mit neuen Ideen und Ausdrucksformen in Zeichnung, Street art, Illustration und Mixed media. Die Galleri Heike Arndt DK bietet darüber hinaus eine Plattform an, wo Künstlern die Möchlichkeit geboten wird, gemeinsam auszustellen und ihr Netzwerk ausbauen können. Das Publikum wird ebenfalls zu einem Dialog mit den Künstlern eingeladen. Fresh Legs ist eine Ausstellung, die man absolut nicht verpassen sollte!

Click here to find out how to apply to our next Fresh Legs open call 2018.

KÜNSTLER PROFILE – FRESH LEGS 2017

Albrecht Wild (DE)

Zentrales Motiv der Arbeiten des deutschen Malers und Konzept-Künstlers Albrecht Wild ist das Prinzip der Teilung. Teilung versteht er dabei nicht im Sinne einer Zerteilung oder Zerstörung einer bereits bestehenden Form. Es handelt sich vielmehr um den umgekehrten Weg der Zusammensetzung eines größeren Ganzen mit Hilfe kleinerer, gleichförmiger und selbständiger Bildteile, wie man es in seinem sich stetig erweiternden Werkkomplex der „Beermats“ erleben kann.

Amanda Karlsson (SE)

Isolation, Einsamkeit und Selbstidentität sind vorherrschende Themen in den Arbeiten der schwedischen Künstlerin Amanda Karlsson. So unpersönlich wie möglich versucht sie sich mit diesen Themen auseinander zu setzen, indem sie sich von ihrem Modell von einem persönlichen Ereignis oder einer Geschichte erzählen lässt, die die Person mit der derzeitigen Thematik verbindet. Somit agiert die Künstlerin als Vermittlerin zwischen dem Visuellen und der Geschichte, die ihr erzählt wurde. Eine Vermittlerin zwischen Subjekt und Betrachter; jemand der zuhört, zusammenträgt und übermittelt.

Anastasia Savinova (SE)

Die russische Künstlerin Anastasia Savinova balanciert in ihrem künstlerischen Schaffen zwischen vielen unterschiedlichen Techniken wie Zeichnung, Fotografie und Malerei. Betrachtet man ihre Werke, kann man Referenzen zur Architektur und Geometrie finden sowie die Bearbeitung von zwischenmenschlichen Beziehungen deutlich wiedererkennen. Besonders in ihren Collagen zur “Geometrie des Organischen” versucht sie die Verbindung zwischen Organischem und Struktur herauszuarbeiten.

Andrea Riba (DE/CL)

In ihrer Animation „Alien Garden“ begibt sich Riba auf eine Reise auf der Suche nach unserer Identität als Mensch. Ihre figurative Formsprache beinhaltet klare Anspielungen auf die Mythologien verschiedener Kulturen und deren imaginären Räume. Mit einer erzählerischen und spielerischen Herangehensweise hinterfragt sie unser Bemühen und unsere Handlungen hin zu einer nachhaltigeren Lebensweise.

Anja Seidel (DE)

Seidel verwendet in ihren Werken oft Figuren, illustrative Muster und Symbole aber auch Zitate und Alltagsgegenstände um die Freuden aber auch die alltäglichen Kämpfe unseres modernen Lebens zu kommentieren. Durch ihre energetischen Zeichnungen stellt sie zuweilen humoristische aber auch peinliche, triviale, zwanghafte oder sentimentale Aspekte des Alltagslebens dar. Die Details ihrer Zeichnungen sind wiedererkennbar und illustrieren, oft humoristisch, Gegenstände oder Situationen, mit denen wir uns identifizieren können.

Anna M. Kempe (DE)

In den farbigen und figurativen Zeichnungen der deutschen Künstlerin Anna M. Kempe sind visuelle Metaphern, die die Paradoxe und die vernachlässigten Aspekte der modernen Gesellschaft betonen. Kempes Bild-Universum reicht von poetisch über surrealistisch bis hin zu absurd und vermag in einer humoristischen Weise alltägliche Ereignisse zu hinterfragen.

Chloe Grove (GB)

Die gebürtig aus London stammende Künstlerin Chloe Grove präsentiert großformatige Buntstift-Arbeiten. Mit ihrer unkonventionellen Technik fordert sie den traditionellen Gebrauch dieses Mediums heraus. Schichten von Farben werden hierbei so lange übereinander gelegt und vermischt bis das Papier vollends gesättigt ist und die Oberfläche einen Glanz erhält, als wäre sie poliert worden. Inspiriert durch Grundsätze der Physik, Weltraumforschung und digitalen Ästhetiken versucht Chloe Grove die Essenz von Lichtenergie abzubilden und in einer abstrakteren und verzögerteren alternativen Realität neu zu erfinden.

Christina Tzani (GR)

Die Arbeiten der griechischen Künstlerin Christiana Tzani beschäftigen sich thematisch oft  mit Kinderfiguren. In Themen wie Kindesmisshandlung übermitteln ihre Arbeiten ein Gefühl von Isolation, Abscheulichkeit und Verlassenheit – aber nie offensichtlich. In den fast schon poetisch anmutenden Bilder spielt die Künstlerin geschickt mit Gegensätzlichkeit. Tzani verstärkt das Gefühl von Schuld, wenn der Betrachter die Ästhetik der verwendeten Farben genießt.

Chung (KR)

Schwerpunkt der Arbeiten der koreanischen Künstlerin Chung liegt auf der Dokumentation von Landschaften der verschiedensten Orte in Korea und Europa. Ihr Ziel ist es, ihren Wohnsitz und dessen Umgebung zu erfassen, der sich seit ihrer Kindheit, aufgrund von häufigen Umzügen und dem Prozess des Erwachsenwerdens, ständig verändert hat. Chungs Arbeiten sind improvisiert, nichts wird im Voraus geplant, sondern entwickeln sich spontan mit jedem Pinselstrich.

Domenico CV Talarico (IT)

Die Bilder des italienischen Künstlers Domenico CV Talarico sind an Fotografien aus längst vergangenen Zeiten angelehnt. Menschen, die in seinen Arbeiten porträtiert werden haben tatsächlich einmal existiert, allerdings ist die Erinnerung an sie erloschen. Was bleibt ist nur ihr Abbild. Talarico erschafft Welten, in denen diese Protagonisten eine neue Rolle erhalten und somit wieder zum Leben erweckt werden. Mit seinen Arbeiten erschafft Talarico eine verträumte und zugleich beunruhigende Atmosphäre und regt den Betrachter zur Reflexion an.

Elham Rahmati (IR)

Die iranische Künstlerin Elham Rahmati beschäftigt sich mit politischen und sozialen Problemen innerhalb des schwierigen politischen Umfelds des Irans. Dabei konzentriert sie sich vor allem auf Fragen der geschlechtlichen Identität, wie ihre Arbeiten zeigen. Im Mittelpunkt der Zeichnungen aus der Serie “Not only will I stare. I want my look to change reality” stehen die Blicke. Blicke die als Konfrontation angesehen werden können, als Geste des Widerstands und Herausforderungen gegen Autoritäten. Der starrende Blick ist politisch motiviert und kann sogar bedrohlich sein.

Jean-Baptiste Monnin (FR)

Jean-Baptiste Monnin hat einen Abschluss sowohl in Architektur als auch in Bildender Kunst. In seinen Werken untersucht der französische Künstler architektonische und urbane Räume und unsere Wahrnehmung dieser. Inspiriert wird Monnin vor allem durch den Rhythmus und die Wiederholung von Mustern in architektonischen Konstruktionen. Grundlage seiner Arbeiten bilden Fotografien zeitgenössischer Gebäude, die er auf seinen Exkursionen durch Städte selbst aufnimmt.

Katalin Kortmann (HU)

Die Interessen der ungarischen Künstlerin Katalin Kortmann, unter anderem Natur und Psychologie des Menschen, persönliche Geschichten und Rituale verschiedener Personen, spiegeln sich deutlich in ihren Arbeiten wieder. Da sie vor allem eine naive künstlerische Umsetzung bevorzugt, versucht sie diesen naiven und unschuldigen Ausdruck in ihren Bildern zu bewahren. Kortmann kombiniert häufig verschiedene Techniken miteinander und verwendet dabei vor allem neue und innovative Materialien.

Lutz Hellmuth (DE)

Der bereits seit den 1970er Jahren in Erfurt tätige Bildhauer und Plastiker Lutz Hellmuth akzentuiert und prägt mit seinen Skulpturen und Plastiken den öffentlichen Raum. Seine Arbeiten vermitteln, trotz Abstraktion und Reduzierung, klar erkennbar das Alltagsphänomen des Zwischenmenschlichen ebenso wie das Verständnis der Künstlers von Individuum und Gesellschaft. Mit seiner prägnanten und unverkennbaren künstlerischen Handschrift präsentiert Hellmuth kraftvolle Säulen-Figuren und expressive freie Figurationen.

Mady Piesold (DE)

In den Arbeiten der Berliner Künstlerin Mady Piesold wird der Mensch zum Beobachter des Geschehens im Spannungsfeld zwischen dem Natürlichen und dem künstlich Geschaffenen. Die Entwicklungen von Menschen, ihrem Bewusstsein, ihrer Sexualität und Identität sind die Schwerpunkte von Piesolds künstlerischer Arbeit. In ihrer Malerei und ihren Zeichnungen werden diese Themen in Form von metaphorischen Landschaften, Tierdarstellungen und Porträts behandelt.

Marco Mercati (IT)

Für den italienischen Maler Marco Mercati sind Träume eine Dimension des Alltags – nicht nur nachts sondern immer. Er produziert oftmals erst Fotos von verschiedenen Objekten oder sogar von sich selbst, bearbeitet diese und platziert die entstandenen imaginären Bilder anschließend in ein klassisches Umfeld. Er bietet uns in seinen Gemälden einen Albtraum an, einen traumhaften, oszillierenden Zustand zwischen einem fluiden Schwebezustand und existenzieller Angst.

Parul Mohda (DK)

In ihren Arbeiten beschäftigt sich Mohda u.a. mit den Prozessen von alltäglichen Situationen, aber auch Entscheidungen und Dilemmas, denen Menschen als Konsequenz von kultureller Einbindung begegnen. Die Erfahrung der Umplatzierung, der Distanz und einer oft erzwungenen Entwurzelung haben auf Parul Mohda einen starken Eindruck hinterlassen. Diese persönlichen Erfahrungen werden von einem Wissen und Verstehen einer großen Spannweite von Kulturen, Sprachen und Lebensstilen begleitet und haben damit einen signifikanten Einfluss auf ihre Arbeit. Bilder von Haushaltsgegenständen, Zeichnungen der Anatomie und Karten dienen zur Erforschung des Verhältnisses zwischen Herkunft und Geschichte und werden in einen visuellen Dialog gebracht.

Paule Ducourtial (FR)

Die Ausbildung zur Architektin verschaffte der französischen Künstlerin Paule Ducourtial Wissen über Komposition als auch ein umfassendes Raumverständnis und eine Detailverliebtheit. Die Botanik inspiriert Ducourtials Arbeit und beeinflusst die Bilder, die sie kreiert. Ihre Ausdrucksform basiert auf der konkreten Kunst und dem Minimalismus, entwickelte sich aber mit der Zeit immer weiter hin zu einer organischen und figurativen Formsprache.

Raquel Algaba (ES)

Die Zeichnungen der spanischen Künstlerin Raquel Algaba spiegeln den menschlichen Geist wieder. Das Unaussprechliche, was wir nicht definieren können. Die Figuren in ihren Bildern spielen Versteck zwischen ihren Strukturen. So wie es in unserem Gedächtnis mit Bildern oft geschieht – alles scheint verschwommen zu sein und plötzlich entstehen kleine Lücken der Wiedererkennung oder wir werden mit Formen konfrontiert, die wir nicht wiedererkennen können. In ihren Arbeiten hinterfragt sie, wie immaterielle Bilder in diesen Prozessen arbeiten und welche Rolle diese in der menschlichen Kommunikation spielen.

Sidney Mullis (US)

In ihren Videos tritt die amerikanische Künstlerin Sidney Mullis als frei erfundene Tiere oder Lebensformen auf. Dadurch bringt sie eine Art alternative Biologie und Kultur hervor, die verschiedene Aspekte von Geschlechtsidentität mit einbezieht. Mullis kreiert einen visuellen Spielplatz um über die Grenzen von Gender Performance nachzudenken und untersucht sowohl Jugend als auch Erwachsensein indem sie Inhalt für Erwachsene mit Materialien kombiniert, die Kindern zum basteln verwenden würden.