Susanna Storch (DE)
Text geschrieben von GHA
Die deutsche Künstlerin Susanna Storch schafft Acrylgemälde, die Fragmente urbaner Fassaden erforschen und die stille Poesie von Gebäuden einfangen, die von Zeit, Wetter und täglicher Nutzung geprägt sind. Ihre architektonischen Strukturen tragen eine distantzierende, beinahe stoische Präsenz – Oberflächen, gezeichnet von Wiederholung, Erosion und der langsamen Ansammlung gelebter Erfahrungen. Die Kompositionen rufen häufig eine fast brutalistische Atmosphäre hervor, geprägt von strengen Geometrien, gedämpften Farbklängen und der Schwere ihrer Bauformen.
Sanfte Grautöne, verwitterte Braunnuancen und gedämpfte Blautöne dominieren die Oberflächen, gelegentlich durchbrochen von kleinen, aber intensiven Akzenten, die den Blick lenken. Diese farbigen Unterbrechungen wirken wie emotionale Markierungen und heben Gesten, Fenster oder Momente menschlicher Präsenz hervor. Durch das sorgfältige Gleichgewicht von Struktur und Beobachtung verwandelt Storch alltägliche Stadtansichten in nachdenkliche Studien über Intimität, Distanz und das zeitgenössische urbane Leben. Ihre Werke laden dazu ein, innezuhalten, genauer hinzusehen und die leisen Erzählungen wahrzunehmen, die in den Fassaden um uns herum eingeschrieben sind – Geschichten von Bewohnbarkeit, Einsamkeit und dem subtilen Zusammenspiel von öffentlichem und privatem Raum.
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FACADE XXXI – Berlin FACADE XLIII – New York







