Jean-Baptiste Monnin (FR) – DE


JEAN-BAPTISTE MONNIN (FR/DE)

Monnins minimalistische Arbeiten ähneln auseinandergefalteten Origamifiguren. Dabei handelt es sich jedoch um präzise Graphitzeichnungen auf glattem Papier.

Die Arbeit von Jean-Baptiste Monnin gründet nicht nur in der bildenden Kunst, sondern auch in der Architektur. Sie zeichnen sich durch Wiederholungen, Rhythmen und Muster aus. In seinen früheren Arbeiten erforschte Monnin vor allem architektonische Strukturen im städtischen Raum.

In seinen neueren Kunstwerken hat sich sein Schwerpunkt auf die innere Struktur von Gegenständen und auf deren Entstehungsprozess verlagert. In der Serie Folds zeigt er schlichte weiße Blätter, die auseinandergefaltete Origamis zu sein scheinen. Ihre formale Strenge und die kontrastierenden Licht- und Schattenbereiche erwecken den Eindruck, das Papier sei tatsächlich geknickt worden.

Jean-Baptiste Monnin 


Es handelt sich jedoch um vollkommen glatte Blätter, deren Textur einzig durch Monnins geschickte Graphitzeichnungen entstanden ist. Er reproduziert die Faltungen soweit, dass sich erraten lässt, welche Form das Papier einmal gehabt hätte, wäre es wirklich ein Origami gewesen. 

Monnin lenkt die Aufmerksamkeit auf den Entstehungsprozess, sowohl im Bezug auf die vermeintlichen Origamis wie auch auf den Entstehungsprozess seiner Zeichnung. Er verbindet vorspielte Konzeption mit strenger technischer Ausführung. Indem Monnin Räume in einen doppeldeutigen Rahmen setzt, fordert er die Wahrnehmung der Betrachter heraus. Seine Folds sind optische Illusion, jedoch keine bloße Effekthascherei, denn er stellt Fragen der Entstehung sowohl auf der inhaltlichen, als auch auf der technischen Ebene.

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