Marco Poma (IT)

Marco Poma (IT)

Marco Poma beschäftigt sich in seinen spannenden Radierungen mit Architektur. Er ist von der brutalistischen und minimalistischen Architektur beeinflusst. Seine Drucke erinnern uns an die Strukturen, die uns im städtischen Umfeld umgeben.

Neben den geätzten Linien verwendet Poma Aquatinta, um Schatten und dreidimensionale Effekte zu erzeugen. Diese schaffen ansprechend realistische urbane Strukturen, die ein Gefühl von Größe und Majestät vermitteln und den Betrachter in eine verletzliche Position versetzen.

Die leichten Risse in den Strukturen seiner Werke entstehen durch eine Ätztechnik namens Craquelè. Er hat in den letzten Jahren mit dieser Technik gearbeitet.
Die rissigen Linien vermitteln einen Eindruck von Zerbrechlichkeit, der mit der Grobheit der geometrischen Strukturen kontrastiert.

Marco Poma (IT)

Diese Idee der Schwäche, die im Gegensatz zur Stärke der Strukturen steht, evoziert wiederum die Verletzlichkeit des Betrachters gegenüber diesen Strukturen. Obwohl sie so groß sind, können sie dennoch brechen und einen Menschen leicht zerquetschen.
Poma beginnt die Arbeit an ihren Werken oft mit digitaler Kunst. Anschließend überträgt er den Entwurf durch Druck auf Papier. In diesem Arbeitsprozess spielt er mit der Verwendung alter und traditioneller Werkzeuge. Diese „Verschmelzung von Tradition und Innovation“ (Poma, 2019) zeigt sich in der modernen Gestaltung der Radierungen im Vergleich zu ihrer traditionellen Technik.

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